
Oktober Rezept - Veganer Apfelkuchen – wenn Äpfel, Zimt und knuspriger Teig den Herbst retten
Ein knuspriger Teigdeckel, eine saftige Apfelfüllung und der Duft von Zimt, der durch die Küche zieht. Dieser vegane Apfelkuchen ist echtes Soulfood – ganz ohne tierische Zutaten, aber mit ganz viel Geschmack.
Ein Kuchen wie eine warme Umarmung
Es gibt Düfte, die machen uns sofort glücklich. Frisch gebackener Kuchen gehört definitiv dazu. Und wenn sich der Duft von Äpfeln, Zimt und frisch gebackenem Teig in der Küche ausbreitet, dann wissen wir: Der Herbst ist da!
Unser veganer Apple Pie ist genau das Richtige für gemütliche Nachmittage, regnerische Sonntage oder Momente, in denen wir einfach eine kleine Auszeit vom Alltag brauchen.
Die Füllung ist fruchtig, würzig und wunderbar aromatisch. Darüber liegt eine goldbraune, knusprige Teigdecke, die beim Anschneiden leise knackt. Und das Beste? Für diesen amerikanischen Klassiker brauchen wir weder Butter noch Eier.
Dieser Kuchen beweist: Auch ohne tierische Zutaten kann Genuss ganz großgeschrieben werden.
Und seien wir ehrlich: Ein Stück Apple Pie ist manchmal die bessere Antwort auf die Frage, warum der Tag so anstrengend war. Zumindest ist es die leckerste.
Das Geheimnis liegt in den Äpfeln
Für unseren Apple Pie verwenden wir am liebsten Golden Delicious. Sie bringen eine angenehme Süße mit und harmonieren wunderbar mit braunem Zucker, Zitronensaft und einer aromatischen Apfelkuchengewürzmischung.
Ein wenig Tapiokastärke und Maismehl sorgen dafür, dass die Füllung schön zusammenhält. Die Zitrone bringt Frische ins Spiel und verhindert, dass die Süße zu dominant wird.
Wer es fruchtig und ein bisschen außergewöhnlich mag, kann zusätzlich Brombeeren verwenden. Sie geben dem Kuchen eine feine, leicht säuerliche Note und sorgen für kleine Überraschungen zwischen den Apfelscheiben.
Und der Teig? Der darf ruhig knusprig sein. Schließlich muss er eine wichtige Aufgabe erfüllen: Er hält die ganze Köstlichkeit zusammen, bis wir endlich das erste Stück probieren dürfen.
Das Rezept: Veganer Apple Pie (Apfelkuchen)
Für einen Kuchen mit 22 cm Durchmesser
Zutaten für die Apfelfüllung
1,5 kg Äpfel, am besten Golden Delicious
110 g brauner Zucker
14 g Tapiokastärke
30 g Maismehl
3 g Salz
1,5 g Apple Pie Spice oder Bratapfelgewürz
40 g frisch gepresster Zitronensaft
70 g frische Brombeeren (optional)
Für den Teig und die Fertigstellung
Gekühlter veganer Mürbeteig ohne Zucker, ausreichend für Boden und Deckel
Etwas brauner Zucker zum Bestreuen
Wichtig: Achte beim Kauf des Mürbeteigs darauf, dass er tatsächlich vegan ist. Nicht jeder Mürbeteig kommt ohne Butter aus – manchmal versteckt sich der kleine tierische Mitbewohner ganz unscheinbar in der Zutatenliste.
So wird der Apfelkuchen zubereitet
1. Äpfel vorbereiten
Die Äpfel schälen, das Kerngehäuse entfernen und die Äpfel in feine Scheiben schneiden. Je gleichmäßiger die Scheiben sind, desto gleichmäßiger wird später die Füllung.
2. Die Gewürzmischung anrühren
Braunen Zucker, Tapiokastärke, Maismehl, Salz und Apple Pie Spice in einer großen Schüssel vermischen.
3. Die Füllung verfeinern
Die Apfelscheiben mit der Gewürzmischung vermengen. Anschließend den frisch gepressten Zitronensaft hinzufügen und alles gründlich unterheben.
Die Füllung für 10–15 Minuten kalt stellen. Danach nach Belieben die Brombeeren vorsichtig untermischen.
4. Den Teig vorbereiten
Den gekühlten Mürbeteig etwa 3–4 mm dick ausrollen und einen Kreis von ungefähr 26 cm Durchmesser ausschneiden. Damit eine Pie-Form mit 22 cm Durchmesser auskleiden. Den übrigen Teig für den Deckel aufbewahren.
Die ausgekleidete Form für etwa 5 Minuten tiefkühlen. Anschließend den Teigboden mehrmals mit einer Gabel einstechen.
5. Füllen und abdecken
Die Apfelfüllung gleichmäßig in die vorbereitete Form geben. Den restlichen Teig ausrollen und als Deckel auflegen.
Den Deckel mehrmals mit einer Gabel einstechen oder mittig kreuzförmig einschneiden, damit beim Backen Dampf entweichen kann.
6. Ab in den Ofen!
Den Apple Pie mit etwas braunem Zucker bestreuen und im vorgeheizten Backofen bei 170 °C Umluft etwa 40–50 Minuten backen, bis der Teig goldbraun und knusprig ist.
Anschließend etwas abkühlen lassen. Auch wenn der Duft jetzt schon sehr überzeugend ist: Die Füllung braucht ein wenig Zeit, um sich zu setzen. Geduld ist schließlich auch eine Zutat – wenn auch nicht unbedingt unsere beliebteste.
So schmeckt der Herbst am besten
Am schönsten schmeckt der Apple Pie leicht warm. Dann entfalten die Äpfel und Gewürze ihr volles Aroma, während der Teig noch wunderbar knusprig ist.
Wer möchte, serviert dazu eine Kugel veganes Vanilleeis oder einen Klecks vegane Sahne. Für alle, die es lieber klassisch mögen, ist auch ein Stück ganz ohne Begleitung ein Genuss.
Der Kuchen lässt sich bei Zimmertemperatur etwa 2–3 Tage und im Kühlschrank etwa 3–4 Tage aufbewahren. Gut verpackt kann er außerdem bis zu drei Monate eingefroren werden.
Unser Tipp: Vor dem Servieren kurz im Ofen erwärmen. So wird der Teig wieder knuspriger und die Füllung angenehm warm.
Backen ist mehr als ein Rezept
Bei Marmalad lieben wir Rezepte, die aus einfachen Zutaten etwas Besonderes machen. Es braucht nicht immer komplizierte Techniken oder eine endlose Zutatenliste. Manchmal reichen gute Äpfel, ein aromatisches Gewürz und ein bisschen Zeit, um etwas zu schaffen, das Menschen zusammenbringt.
Und genau darum geht es beim Backen: um kleine Genussmomente, um gemeinsame Zeit und um die Freude, etwas mit den eigenen Händen entstehen zu lassen.
Ob vegan oder klassisch, mit Brombeeren oder ganz pur – am Ende zählt, dass es schmeckt und Freude macht.
Also: Schürze an, Äpfel schneiden und den Ofen vorheizen! Der Herbst wartet nicht, und die Äpfel haben schließlich auch nicht ewig Zeit.
Viel Freude beim Nachbacken und Genießen wünscht euch
Euer Team von Marmalad
Mit Liebe gebacken. Mit Freude geteilt.



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